Biografie



1973

geboren in wien


1997-2004

akademie der bildenden künste bei e. köb, e. schlegl und f. graf, wien.

1998-2007 persönlicher assistent von hermann nitsch, als solcher bei allen künstlerischen aktivitäten von h. nitsch massgeblich beteiligt, u.a. leitung des 2-tage-spieles 2004, regie der 122. aktion im burgtheater 2005, umsetzung der bühnenbildentwürfe für "faust" von r. schuhmann an der oper zürich (dirigent: f. welser-möst), assistent bei der lehrtätigkeit von h. nitsch

seit 2005 arbeit an einer architektur-theoretischen dissertation

2006 gründung von WERKIMPULS, einem gemeinützigen verein der in wien eine offene und selbstverwaltete werkstatt betreibt

seit 1998: div. ausstellungen und screenings

 

 

 

 

Filmografie

1.2.2002: 1 min; 2002
SBIII: 3 min; 1999
lonesome luke: 33 min; 2002
ø 8‘48‘: 8 min 48sec; 2002
Haareschneiden: 4 min; 2003
Wilfried und ich: 40 min; 2003
im rausch: 60 min; 2003
berlin: 30 min; 2003
braindiving: 10 min; 2004
66er: 36 min; 2005
ich werde besser: 1 min 30 sec; 2005
neapel, meditation für giuseppe: 100 min; 2005
wanne: 90 min; 2005
wixn (für c.): 5 min 30 sec; 2005
ich bin schuld: 17 min30 sec; 2006

 

Visuals
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tittiwinki: 40 min; 2008
arnold: 40 min; 2008
prater: 40 min; 2008
oktopus: 40 min; 2008
alex I: 40 min; 2008
alex II: 40 min; 2008
new york : 60 min; 2005/2008
houston-san francisco-houston: 90 min; 2005/2008
auf der alm I: 40 min; 2008
auf der alm II: 40 min; 2008

when i was young: 40 min; 2009
junge römer: 40 min; 2009
this is why i will go to hell: 40 min; 2009

 

screenings

pork, berlin 2008
akademie der bildenden künste, wien, ikl, 25.1.2009
fluc, wien, 17.1.2009
elektro gönner, wien, regelmässig 2009
heaven, wien, 2009
ackerkeller, berlin, 2008

happy, wien, 2009

 

haus-screening

ab juli 2009 projiziere ich videos von mir auf das haus mir gegenüber.

nicht immer, aber wenn es dunkel ist und es mich freut.

stille videos. in jeder hinsicht.

fürs verweilen gibt es eine bank.

ein paar bildeindrücke hier

da die bildqualität für mich und einige seherInnen nicht befriedigend war, habe ich kurzerhand die projektionsfläche (also das haus) anfang juli 09 reinigen lassen. video hier

für newsletter: haus-screening@frankgassner.org

 


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filmlänge

im abstand von ca 2 monaten organisiere ich in meiner wohnung eine filmnachmittag/abend.
Kein braves sitzkino und kein öder abend vor der glotze.
2-4 selten, aber gerne gesehene filme zu einem thema.

eintritt frei und jederzeit (also nicht nur zu den filmstarts)
getränke und freundInnen bitte selber mitbringen.
hunde, kinder usw. gerne willkommmen.


für programmnewsletter: filmlaenge@frankgassner.org

 

 

 

Texte zu den Schwanzfotos

zu meiner Arbeit


Das zentrale Thema meiner künstlerischen Arbeit der letzten Zeit, ist der Schwanz und die damit unmittelbar verbundene Sexualität und Lust. Ich verwende hier ganz bewußt den umgangssprachlichen Ausdruck. Die wissenschaftliche Begrifflichkeit ist mir bei einem diesem intimen Körperteil zuwider. Sie stößt uns nur auf die durch sie versuchte Normierung. Auf die Versuche ein Maß einzuführen, die Versuche etwas in Grenzen zu bringen, das sich dem durch seine Vielgestaltigkeit entzieht und dessen Reiz genau darin liegt.
Im Wesentlichen habe ich mich auf zwei Wegen an die Sache heran gegangen. Zunächst über den Fotografischen weg, später über den zeichnerischen.
In dem oben erwähnten Sinne der Vielgestaltigkeit, habe ich über Anzeigen in Zeitungen Männer gesucht die ihren Schwanz kostenlos fotografieren ließen. Ich habe dabei nicht nach Alter oder Körperbau ausgewählt. Jeden der sich bereit erklärt hat und zu mir kam habe ich fotografiert und ich habe ebenfalls versucht von jedem ein Foto in die Ausstellung zu bringen. Die Bandbreite der Männer die kamen war größer als ich dachte, allen gemeinsam der Antrieb sich mit ihrem Geschlecht auseinander zu setzten und sei es nur um ein gutes Foto, zu welchem Zweck auch immer, von sich selbst zu haben.
Ich habe dabei den Fokus ganz bewußt nur auf den Schwanz konzentriert und habe es immer vermieden zuviel von der Person zu zeigen, die mich, meine Modelle mögen mir verzeihen, in diesem Fall für mich auch ohne Interesse waren. Ich habe stets vermieden, z.B. scheinbare Unzulänglichkeiten oder körperliche Eigenarten ins lächerliche zu ziehen oder zu überzeichnen. Ich will, das zeigen was sonst unter Feigenblättern versteckt bleibt, von dem was einfach nicht dargestellt wird, weil der KünstlerInnenblick der Frau gilt, oder einfach in einer oft geradezu lächerlich, in welche Richtung auch immer, verzerrten Weise abgebildet wird. Auch wenn einige Fotos nicht einer gewissen Heiterkeit oder Erotik entbehren ist es mir ein anliegen die Schwänze so zu zeigen wie sie sind. Ich bin sozusagen umgekehrt gegenüber der üblichen Nacktfotographie, bei der meist penibel darauf geachtet wird, damit „nichts“ zu sehen ist, vorgegangen.
Entstanden ist dabei eine Sammlung von großformatigen, Fotos wobei mir nicht der Wert dieser Arbeit an jeden Foto als einzelnes liegt, sondern als Ganzes. Ich sehe diese Projekt nicht als Ansammlung vieler Einzelbilder sondern als Gesamtheit, mit einem dokumentarischen Anspruch.
Zu Beginn meiner Arbeit hatte ich die Befürchtung leicht in das Pornographische oder zumindest Erotische, beides ist a priori für mich kein Problem und letztendlich auch nicht ganz zu vermeiden, schon aus der Natur der Sache und das Lustvolle der Fotos möchte ich in keiner Weise in Abrede stellen, trotzdem wollte ich die Nähe zu diesen beiden Sparten meiden, um nicht in eine Richtung zu gelange die nicht meinen Intentionen entspricht, da mir, so spannend das Pornographische auch sein kann, die Reduktion auf das Funktionale zu wenig ist. Es ist erstaunlich, daß der unverhüllte Schwanz in den Medien so gut wie nicht präsent ist, verständlich das eine Erektion leicht in das pornographische rutscht, aber die Logik des Verstecken eines schlaffen Schwanzes ist mir relativ unzugänglich, da dies ja bei den Frauen analog nicht zutrifft.
Der zweite Weg des Herangehens ist über das Graphische. Ich verarbeitete dabei formale Metaphern der Wissenschaft und Sexualforschung mit ihren Versuchen das Thema mit den Mitteln des Messens und Beschreibens Herr zu werden. Mehrere Zeichnungen und großformatige Grafiken zeigen von meiner Auseinandersetzung mit dem Spannungfeld von immer wieder durchbrechender Lust an der Sexualität und der sie zu beschreiben versuchende Wissenschaft mit ihrer hier wohl untauglichen Ernsthaftigkeit.

Frank Gassner, Wien, 2002

 

weitere Texte zum Thema

Hermann Nitsch, Otmar Rychlik und Hermes Phettberg

 

 

Text des Beiblattes des Kataloges der Ausstellung in Wolkersdorf bezogen hauptsächlich auf die Schwanzfotos

Ich war gelangweilt.
Ich war gelangweilt von Aktfotos die dann doch nicht alles zeigen, von Zeitungen in denen Busen formatfüllend abgelichtet werden aber das kleinste Schwänzchen tunlichst vermieden wird, von Pornos die lächerliche Riesen als Normalität ausgeben, von der scheinbaren Selbstverständlichkeit mit der die weibliche Auseinandersetzung mit ihrem Geschlecht rezipiert wird, von der befremdlichen Abwesenheit der unverhüllten männlichen Leibesmitte in der Kunst.
Ich wollte schlicht und einfach wissen, was die anderen so in der Hose haben. Wie groß? Wie dick? Wie lang? Selbstverständliche Fragen eines neugierigen Menschen, der ich nun mal bin. Ich habe schamlos das Feigenblatt gehoben und nachgeschaut. Ich habe Anzeigen aufgegeben und jeden der sich meldete fotografiert, ohne Auswahl nach Größe, Alter oder andern Kriterien. Entstanden ist dabei eine Sammlung von Fotos die sich intensiv mit dem männlichen Körper auseinandersetzt.
Jetzt ist mir nicht mehr langweilig.

Frank Gassner, Wien 2002

 

weitere Texte zum Thema

Hermann Nitsch, Otmar Rychlik und Hermes Phettberg

 

 

 

 

 

zu "4 letzten dingen"

die serie enstand 2005 für "mein schwules auges 3". die anthologie erscheint im konkursbuchverlag claudia gehrke, tübingen. herausgeber sind axel schock (text) und rinaldo hopf (bild). www.konkursbuch.com


darin werden ebenso ein bild der serie hausarbeit sowie eine collage mit bildern aus der serie gebetsbuch abgedruckt sein.

 

 

 

 

zu "altar"

 

der altar enstand für die austellung im schwulen museum, berlin im märz/april 2006.

 

 

 

 

 

ich bin schuld

171/2 min, 2006

der sündenfall
ich bin schuld
die sinnflut
ich bin schuld
der untergang trojas
die christenverfolgung
ich bin schuld
die kreuzzügen
an allem schlechten, das war, ist und sein wird
ich bin schuld
der 7 jährige krieg
der 30 jährige krieg
der 100 jährige krieg
an allen kriegen, die waren, sind und sein werden
ich bin schuld
der erste weltkrieg
der zweite weltkrieg
der vietnamkrieg
der koreakrieg
der afghanistankrieg
der irakkrieg, sowieso
ich bin schuld
das kaputte glas
ich bin schuld
das loch in der hose
die unbezahlte rechnung
die schlimme kindheit
an allem, das auch immer schlecht war, ist oder sein wird
ich bin schuld
ich bin schuld
ich allein bin schuld

 

 

 

 

 

offener bücherschrank

So einfach geht es

Sie können Bücher nehmen.
Sie können Bücher geben.

Keine Anmeldung.
Keine Kosten.

 

www.offener-buecherschrank.at

 

 

zu anderen fragen zu meinen arbeiten möchte ich auf eines der blätter verweisen!